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Gelebte Tradition
Feierlicher Gedenktag in Schloss Schleißheim


Seine Königliche Hoheit Leopold Prinz von Bayern (dritter von rechts) mit Torsten Schier, BKV-Präsident Hans Schiener, Grena-dier Hans Grünauer, Adjutant und Presseoffizier Major d.Ldw. Hans Härtl
(vorne sitzend) Landeskommandant Oberst d.Ldw. Jürgen Völkl, Grenadier Hans Schiedler und Grenadier Uwe Wang (von links) Beim Empfang im Vestibül des Neuen Schlosses in Oberschleißeim

Störnstein/Plößberg - Traditionell am 13.10.2016 fand im Schloss Schleißheim bei Mün-chen das Ordensfest des Bayerischen Militär-Max-Joseph-Ordens, der Bayerischen Tapferkeits-medaille, des Bayerischen Militär-Sanitäts-Ordens und zum Tag des Königlich Bayerischen In-fanterie-Leibregiments unter Mitwirkung des Bundes Historischer Bürger- und Landwehren in Bayern, der Grenadiergarde Störnstein und der Bayerischen Kameraden- und Soldatenvereini-gung (BKV) unter der Organisation vom Ehrenmitglied des Bundes Historischer Bürger- und Landwehren in Bayern, Oberstleutnant d.R. Michael Kaiser statt..

Der Festakt begann im Großen Saal des Neuen Schlosses nach der Begrüßung durch Baron von Wittken-Jungnik vom Freundeskreis Leibregiment mit dem ökumenischen Gottesdienst der beiden Militärdekane. Es folgte die Kranzniederlegung am Ehrenmal (Leiberstein) im Maximilianshof vom Alten Schloss. Mitwirkende waren die Fahnenabordnungen des Bundes Historischer Bürger- und Landwehren in Bayern und der Bayerischen Kameraden- und Soldatenvereinigung (BKV) sowie weiterer aktiver und traditioneller Verbände und dem Gebirgsmusikkorps der Bundeswehr unter der Stabführung von Oberstleutnant Karl Kriner. Zum Gedenken waren in Vertretung des Hauses Wittelsbach, S.K.H. Leopold Prinz von Bay-ern, von der Bayerische Staatskanzlei, Ministerialrat Dr. Stiel, vom Bundes-Ministerium der Verteidigung, Oberst Brendel, vom Freundeskreis Leibregiment Oberst a. D. Baron von Witt-ken und von der Arbeitsgemeinschaft der Reservisten-, Soldaten- und Traditionsverbände (ARST) Generalmajor a. D. Jürgen Reichardt anwesend, die jeweils einen Kranz am Denkmal niederlegten. Als Kranzträger fungierten Mitglieder der Historisch Hochfürstlich Lobkowitzi-schen Grenadier Garde der Gefürsteten Grafschaft Sternstein und des Landesverbandes der Bürger- und Landwehren in Bayern.
Höchst interessant war der anschließende Festakt im Großen Saal des Neuen Schlosses. Nach der Begrüßung durch den Präsidenten der ARST, Generalmajor a.D . Jürgen Reichardt und den Grußworten von Leopold Prinz von Bayern und Ministerialrat Dr. Stiel von der Staats-kanzlei zeigte General a.D. Reichardt in seinem Vortrag "Bayern zwischen Österreich und Frankreich" die große Tradition Bayerns im Herzen Europas auf. Dabei kam auch der Wandel der verschiedenen Gebiete zur Sprache. Der Einfluss Napoleons auf die europäische Geschich-te war in dieser Zeit sehr bestimmend.
Beim abschließenden Empfang im Vestbül des neuen Schlosses wurden in vielen Gesprächen mit den Kameraden Informationen ausgetauscht und Freundschaften vertieft. Besonders er-freut zeigten sich die Teilnehmer aus der Oberpfalz mit dem Gespräch mit S.K.H. Leopold Prinz von Bayern.


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Landeskommandant Oberst d.Ldw. Jürgen Völkl und Mitglieder der Bürger- und Landwehren in Bayern nahmen am
Generalrapport der Union der Europäischen Wehrhistorischen Gruppen in St.Veit teil

Lds.-Adjutant und Presseoffizier der Bürger- und Landwehren in Bayern und Medienoffizier der UEWHG Major Hans Härtl
wurde mit dem Goldenen Ehrenzeichen der UEWHG ausgezeichnet


Teilnehmer am Generalrapport der Union der Europäischen Wehrhistorischen Gruppen in St. Veit a.d. Glan in Kärnten - Österreich

Vom 01. - 04. September 2016 fand in St. Veit a.d. Glan der Generalrapport der Union der Europäischen Wehrhistorischen Gruppen (UEWHG) statt. Mit dem Landeskommandant der Bürger- und Land-wehren in Bayern Oberst d.Ldw. Jürgen Völkl reisten Kommandomitglieder und Gruppen des Landesverbandes mit nach Kärnten/Österreich. Die Historisch Königlich Bayerische Bürgerwehr Artillerie Wolkersdorf wurde als neues deutsches Mitglied in die Union der Europäischen Wehrhistorischen Gruppen aufgenommen. Bei der 4-tägigen Zusammenkunft wurde ein umfangreiches Programm durch die Delegierten aus 12 Ländern mit über 180 Personen abgearbeitet. Die Teilnehmer mit ihren Frauen kehrten mit großartigen Eindrücken aus Österreich zurück.

Der Generalrapport der UEWHG fand heuer im wunderschönen St. Veit an der Glan in Kärnten / Österreich statt. Aus diesem Anlass reisten von Bund Historischer Bürger- und Landwehren in Bayern Landeskommandant Oberst d.Ldw. Jürgen Völkl mit seinem Adjutant und Presseoffizier, der auch Medienoffizier der UEWHG ist, Major Hans Härtl, seinem stellvertreter Major d.Ldw. Josef Maier und Gruppen des Bundes Historischer Bürger- und Landwehren in Bayern nach St. Veit. Die Gesellschaft der Gendarmeriefreunde Kärnten und die Mitglieder der "k.u.k Traditionsgendarmerie" freuten sich, dass sie die Ehre hatten, den Generalrapport der "Scharniere des Friedens, (uniformierte europäische Traditionsverbände der UEWHG) vom 1. - 4. Septem-ber 2016 in der alten Herzogstadt St. Veit an der Glan in Kärnten ausrichten zu dürfen. Die Veranstalter hatte sich umfassend bemüht, den Teilnehmern einen angenehmen und erlebnisreichen Aufenthalt in der alten Kärntner Haupt- und Herzogstadt zu ermöglichen. Die Mittelkärntner Bezirksstadt hat ca. 12.500 Einwohner und ist ein großer Eisenbahnverkehrsknotenpunkt mit besonderer Bedeutung. Weiter ist St.Veit/Glan auch eine aufstrebende, moderne innovative Industriestadt, wobei sich vor allem Betriebe mit dem Schwerpunkt Photovoltaik und Solarenergie hier angesiedelt haben. Die Stadt selbst bezeichnet sich daher als die Sonnenstadt Kärntens, ein Attribut, das sie in jeder Hinsicht - vor allem auf die großen Umweltaktivitäten - mehr als zu rechtfertigen vermag.
An Donnerstag reisten die Teilnehmer in St.Veit an. Am Abend fand ein erstes meet&greet und "get2gether" der Teilnehmer sowie gemeinsames Abendessen mit Kulturbeiträgen durch Kärntner Gesangs-, Musik- bzw. Folkloregruppen statt.
Am Freitag begann um 09.00 Uhr die Delegiertentagung im großen Seminarsaal des Blumenhotels. Begrüßung durch den Bürgermeister von St. Veit / Glan Gerhard Mock sowie Präsident der Union Generalmajor i.TR. Helmut Eberl. Anschließend wurden die 26 Tagesordnungspunkte (wie Berichte der einzelnen Funktionsträger, Neuaufnahme neuer Gruppen, Ehrungen und Auszeichnungen) abgearbeitet. Für die sonstigen begleitenden Teilnehmer und Nichtdelegierten begann um 9.30 Uhr das Rahmenprogramm. Busausflug von St.Veit/Glan nach Gurk zum dortigen Gurker Dom mit Besichtigung und Führung. Das Mittagessen wurde im Hirter Braukeller eingenommen. Danach weiterer Sightseeing-Trip im Bezirk, darunter die Burg Hochosterwitz mit angemieteten Charterbussen. Am Abend war der Empfang für alle Teilnehmer und Ehrengäste durch Bürgermeister Gerhard Mock und die Gesellschaft der Gendameriefreunde im Weingut Taggenbrunn mit warmen Buffet. Musikalische Beiträge durch die Familienmusik Golob aus Pörtschach/See. Für alle Teilnehmer des Generalrapportes gab es am Samstag (in Uniform) ein ganztägiges touristisches Freizeitprogramm. Nach dem Frühstück war um 08.00 Uhr Abfahrt mit Charterbussen von St. Veit/Glan nach Klagenfurt/Wörther See zur Werft bei Lido Lendhafen. Nach der Einschiffung in das älteste Schiff der Wörther-See-Flotte der "Thalia" fand eine Überfahrt über Maria Wörth - Pörtschach nach Velden/See. Die musikalische Umrahmung am Schiff übernahm die Folkloregruppe "Die Stromlosen". Nach dem Eintreffen in Velden am Wörthersee stand ein Sektempfang vor dem berühmten Schlosshotel Velden (bekannt aus der RTL-Fernsehserie) unter der Beobachtung der vielen Urlaubs- und Hotelgäste statt. Durch das Spalier des Hotelpersonals wurden die uniformierten Teilnehmer mit großem Applaus verabschiedet. Der Bustransfer führte weiter nach Ludmannsdorf zum dortigen Dreiländer-Restaurant Ogris. Hier war das gemeinsame Mittagessen. Am Nachmittag ging es nach St. Veit zurück, wo die Vorbereitungen für das große "Garde-Defilé" bereits angelaufen waren. Mit den vielen Abordnungen der Schützengarden des Kärntner Schützenverbandes und allen Uniformierten Teilnehmern des Generalrapportes ging es mit Klingendem Spiel zum Hauptplatz St. Veit/Glan. Am Hauptplatz fanden die Flaggenparade, die Grußansprachen der Vertreter von Land und Stadtgemeinde sowie der Union und Gendameriefreunde statt. Vor dem Großen Österr. Zapfenstreiches durch die k.u.k - Khevenhüllerkapelle und der Polizeimusik Kärnten schritten der Präsident der UEWHG Generalmajor i.TR. Helmut Eberl mit den höchstanwesenden pol. Vertreter die Ehrenfront ab. Im Anschluss fand ein kameradschaftliches Stelldichein der in- und ausländischen Garden am Hauptplatz mit kostenloser Verpflegung und Gratisgetränken für alle (Besucher und Gardisten) statt. Am Sonntag nach dem Frühstück wurden die Teilnehmer des Generalrapports vom Ausrichter des Generalrapports, der Gesellschaft der Gendarmeriefreunde Kärnten und den Mitgliedern der "k.u.k-Traditionsgendarmerie" verabschiedet.





Medienoffizier Major i.TR. Hans Härtl aus Störnstein wurde während des
Generalrapports der Union der Europäischen Wehrhistorischen Gruppen mit
dem Goldenen Ehrenzeichen (Bruststern) durch
Präsident Generalmajor i.TR. Helmut Eberl ausgezeichnet.



Medienoffizier Major i.TR. Hans Härtl (vorne Mitte) und
Landeskommandant Oberst d.Ldw. Jürgen Völkl (hinten zweiter von rechts)
mit dem Chef der Adjutantur S.K.K.H. Karl von Habsburg,
Generalmajor i.TR. Peter Pritz aus Wien (dritter von links) sowie
den beiden Damen der Gruppe Križevaka Djevoja?ka Straža (hist. Kreuzer Mädchengarde)
und der Kommandant der Bürgerwehr Artillerie Wolkersdorf Hauptmann d.Ldw. Helmut Müller.






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Bilder: Cathrin Frick, Margit Jelitsch und Erika Härtl



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Riesenkrach zum Jubiläum des Fähnlein von der Weyden
So eine knallige Feier gibt es nur selten: Beim Jubiläum des Fähnlein von der Weyden rauchte und schepperte es mordsmäßig.
Der Landeskommandant der Bürger- und Landwehren in Bayern Oberst d.Ldw. Jürgen Völkl zeichnete verdiente Mitglieder aus.


Am Anfang standen eine Idee und eine Vision, betonte Bürgermeister Jens Meyer beim 25-jährigen Jubiläum der historischen Truppe. Sie war 1991 anlässlich der 750-Jahr-Feier Weidens gegründet worden. „Längst ist sie ein kultureller Bestandteil unserer Stadt.“ Diese sei, wie jüngste Funde bei der Sanierung von St. Michael ergaben, wohl schon weit über tausend Jahre alt.

Hauptmann Friedrich Bronsart ließ vor dem Schützenheim am Hetzenrichter Weg antreten. Am Appell beteiligten sich: Abordnungen vom Burgfähnlein Parkstein, Pressather Fähnlein, Schierlinger Gennßhenkher, historische Bürgerwehr Neustadt und Hochfürstlich Lobkowitzische Grenadiergarde der Gefürsteten Grafschaft zu Sternstein sowie die Bürgermeister Meyer und Lothar Höher. Der Kristallisationspunkt des Fähnleins sei eine Kanone gewesen, erinnerte Bronsart an die Anfänge. Nach deren Restaurierung habe man zunächst an eine Kanonenbedienungsmannschaft gedacht. Leider sei der Widerstand groß gewesen. In der Öffentlichkeit habe man die Männer der ersten Stunde als „Maschkerer“ verunglimpft. Heute sei dies anders. Bronsart dankte seinen alten Mitstreitern Manfred Köhler, Georg Gaßner, Rainer Birke und Rudi Hösch. Große Verdienste habe sich 1991 dann Fähnrich Hans-Jürgen Rudnik erworben. Denn mit seiner Hilfe existiere das Fähnlein seitdem als historischer Bestandteil der Königlich privilegierten Feuerschützengesellschaft. Das Fähnlein sei seit Jahren fester Bestandteil des Vereins in Fragen der Öffentlichkeitsarbeit und des Protokolls. „Lebendige Geschichte“ „Wir interessieren uns für die Geschichte unseres Vaterlandes und besonders für die Zeit des 30-jährigen Krieges.“ Man versuche, sich an der Lebensweise der Vorfahren zu orientieren. Es gehe darum, die Zeit zu erforschen und Bekleidung, Ausrüstung und Waffen auszuprobieren. Dies sei „lebendige Geschichte“. Dabei stoße man häufig auf Werte, die inzwischen verloren gegangen seien. Der Lohn: „Magische Momente, in denen alles stimmt – ein paar Momente nur, in denen sich jedoch die Grenzen zwischen den Zeiten zu verwischen scheinen.“Bevor es so richtig knallte und die Salven krachten, taufte Schützenmeisterin Carola Girisch eine Vorderladerkanone vom System Gribauvalle (Kaliber 762 mm), geeignet für den scharfen Schuss und für Böllervorführungen nach alter Sitte, auf den Namen „Carola“. Dank galt neben Chefkanonier Johannes Breyer dem Armeemuseum Dresden, das alte Pläne bereitgestellt hatte, sowie Kadir Arican. Das Rohr stamme aus einer alten Panzerkanone amerikanischer Bauart. Ferner hatte Erwin Knöbl auf eigene Kosten einen Mörser beschafft und die Lafette selbst hergestellt. Vorlagen lieferten Fotos aus dem Heeresgeschichtlichen Museum Wien. Das Feuer stieg 20 Meter hoch.
Im Verlauf des Vormittags wurde ein Schießwettbewerb unter den Teilnehmern durchgeführt.
Nach dem Schießwettbewrb wurden die anwesenden Gäste mit Suppe und Schweinshax'n mit Sauerkraut vom Küchenmeister Wilhelm Hägler verwöhnt.
Am Nachmittag wurde mit Spannung die Siegerehrung erwartet, die von Schützenmeisterin Carola Girisch und Hauptmann Friedrich Bronsart vorgenommen wurde. Den 3. Platz belegte Kadir Arican von der FSG Weiden, den 2. Platz belegte Uli Müller von den Schierlinger Gennßhenkher und den 1. Platz beleget der Secrtarius vom Fähnlein von der Weyden Johannes Breyer.

Verdiente Miglieder ausgezeichnet

Der Landeskommandant der Bürger- und Landwehren in Bayern Oberst d.Ldw. Jürgen Völkl ehrte mit seinem Lds.-Adjutanten und Presseoffizier Major d.Ldw. Hans Härtl verdiente Mitglieder. In dankbarer Würdigung der Verdienste um die Erhaltung und Pflege der lebendigen Tradition und des Brauchtums der historischen bürgerlichen Wehren und Milizen im Landesverband Bayern wurde die Bronzene Verdienstmedaille verliehen an Marketenderin Birgit Schmid, Musketier Stephan Argauer und Pastor Christian Stahl. Mit der Silbernen Verdienstmedaille wurden Hauptmann Friedrich Bronsart, Secretarius Johannes Breyer, Fähnrich Hans-Jürgen Rudnik und 1. Musketier Klaus Hiltl ausgezeichnet.

Anlässlich des 25-jähr. Gründungsjubiläum zeichnete der Landeskommanndant der Bürger- und Landwehren in Bayernn Oberst d.Ldw. Jürgen Völkl (zweiter von rechts) mit seinem Adjutanten
und Presseoffizier Major d.Ldw. Hans Härtl (fünfter von rechts) verdiente Mitglieder mit Silber- und Brozemedaillen aus. (von rechts) Hauptman Friedrich Bronstart, Marketenderin Birgit Schmid,
Musketier Stephan Argauer, Fähnrich Hans-Jürgen Rudnik, Secretarius Johannes Breyer und 1. Musketier Klaus Hiltl. Nicht im Bild Pastor Christian Stahl.





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Bericht aus der Zeitung der Neue Tag vom 19.07.2016 Nr. 165 mit Ergänzungen
Bilder: Secretarius Johannes Breyer und Erika Härtl





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Ehrenmajor Georg Geck zur letzten Ruhestätte begleitet

Der Bund Historischer Bürger- und Landwehren in Bayern e.V. trauert um seinen Ehrenmajor d.Ldw. Herrn Georg Geck aus Leutenbach. Georg Geck hat uns nach langer schwerer Krankheit am 12. Juli 2016 kurz nach seinem 86. Geburtstag für immer verlassen.

Bei der am Samstag, den 16. Juli 2016 stattgefundenen Beerdigung verabschiedete sich der Bund Historischer Bürger- und Landwehren in Bayern von seinem Ehrenmajor Georg "Schorsch" Geck. Bei der würdevollen Trauermesse in der überfüllten St. Jakobus-Kirche und der anschließenden Be-erdigung wurde über das große Wirken von Schorsch Geck von H. H. Pfarrer, Bürgermeister sowie den Vertretern der Ortsvereine berichtet. An seinem offenen Grab legten Vertreter vieler Vereine Kränze bzw. Blumengebinde nieder. Für den Bund Historischer Bürger- und Landwehren in Bayern sprach stellvertretender Landes-kommandant Major d.Ldw. Josef Maier am offenen Grabe unseres Ehrenmajor d.Ldw. Georg Geck: Werte Angehörige, Liebe Trauernde! Voller Trauer nimmt der Bund Hist. Bürger- und Landwehren in Bayern Abschied von ihrem Kame-raden und ehemaligen Kommandomitglied, Ehrenmajor Georg Geck. Nach langer schwerer Krank-heit hat uns Georg kurz nach seinem 86. Geburtstag für immer verlassen. Georg Geck ist einer der Mitbegründer des Bundes Historischer Bürger- und Landwehren in Bayern gewesen. Ehrenmajor Geck hatte 35 Jahre das Amt des Cassainspectors des Landesverbandes inne, dass er mit vorbildlichen Einsatz und Verlässlichkeit bis März 2013 ausübte. Er war Träger der goldenen Verdienstmedaille und des Verdienstkreuzes 1. Klasse des Bundes Hist. Bürger- und Landwehren in Bayern. Auch nach seinem Ausscheiden aus dem Landeskommando besuchte er weiter die Veranstaltungen des Landesverbandes und nahm bis zuletzt regen Anteil am Verbandsgeschehen. Der Bund Historischer Bürger- und Landwehren in Bayern ist dankbar, dass wir ihn so lange unter uns und mit ihm ein Stück Weges gehen zu durften. Der Landesverband verliert mit dem Verstorbenen nicht nur ein treues Mitglied, sondern auch ei-nen lieben Menschen und treuen Kameraden und manche von uns auch einen lieben Freund und Mitstreiter. In stiller Trauer verneigen wir uns vor unserem Kameraden Georg Geck. Wir werden ihm ein ewiges Gedenken bewahren. Den Angehörigen entbieten wir unsere aufrichtige Anteilnahme. Als letzten Gruß und in dankbarer Anerkennung und Wertschätzung seiner Verdienste lege ich im Namen des Bundes Bayerischer Bürger und Landwehren diesen Kranz am offenen Grabe nie-der. Lieber Georg ruhe in Frieden! Für die Bayerische Kameraden- und Soldatenvereinigung und die Königlich Bayerische Landwehr Leutenbach sprach Oberst d.Ldw. Franz Roth. Die Trauerfeier endete mit dem Kameraden.





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Bilder: Christine Prottengeier

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Lebendige Deutschordens-Tradition in Bad Mergentheim
Landeskommandant Oberst d.Ldw. Jürgen Völkl besucht seine Gruppen beim St. Georgstag


Nach dem Umzug durch die Stadt beim Defilee (von rechts) Adjutant und Presseoffizier Major Hans Härtl (Störnstein), stellvertretender Landes-kommandant Ehrenmajor Karl Zeller, Horst Seitz
(Bad Mergentheim), Landeskommandant Württemberg - Hohenzollern Oberst Jürgen Rosenecker (Crailsheim), Landeskommandant Oberst Jürgen Völkl (Störnstein) Frau Bürgermeister Manuela
Zahn, Weinkönigin Staut, Oberstleutnant Michael Blaha, Oberstleutnant Stefan Koroknai und Major Manfred Weber vom Deutschmeisterbund (Wien Österreich)

Anlässlich der St. Georgstage in Verbindung mit den "baden-württenbergischen Heimattagen" besuchte der Landeskommandant der Bürger- und Landwehren, Oberst d.Ldw. Jürgen Völkl mit seinem Adjutanten und Presseoffizier Major d.Ldw. Hans Härtl für 2 Tage seine Gruppen, die Historische Deutschordens-Compagnie zu Bad Mergent-heim, Hist. kgl. bayr. Bürgerwehr Artillerie Wolkersdorf, Hist. K.B. Schützen-Compagnie der Stadt Waldmünchen, 9. Kgl. Bayer. Linieninfanterieregiment Ysenburg 1809, Hist. K.B. Landwehr Leutenbach und Kurbairisches Dragonerregiment Johann Wolf. Beim ersten Zusammentreffen von Oberst d.Ldw. Jürgen Völkl mit dem Landeskommandanten von Württemberg - Hohenzollern Oberst Jürgen Rosenecker (Crailsheim)wurde viele Informationen ausgetauscht. Lds.-Adjutant u. Presseoffizier Major d.Ldw. ist schon seit längeren mit dem Oberst Jürgen Rosenäcker befreundet und zeigten sich über ihr Zusammentreffen sehr erfreut. Die Georgstage sind eine Erinnerung an die Zeit der Stadt als Residenzstadt des Deutschen Ordens.

Geselliger Höhepunkt der St. Georgstage war das Deutschmeisterfest in der Wandelhalle. Nach dem Zug der Historischen Abordnungen vom Arsenal in die Wandelhalle begrüßte dort Stadthauptmann Andreas Lehr Landeskommandanten Oberst d.Ldw. Jürgen Völkl und Lds.-Adjutant und Presseoffizier Major d.Ldw. Hans Härtl aus Störnstein sowie zahlreiche Ehrengäste aus der kommunalen Politik, Wirtschaft und natürlich die Familiaren, Ordensbrüder und Schwestern aus dem Deutschen Orden. Hochmeister Dr. Bruno Platter war eigens aus Wien angereist, um der Historischen Deutschordens Compagnie zu Bad Mergentheim seine Wertschätzung zu erweisen. In seinem Gefolge eine Abordnung der Deutschmeister-Compagnie des österreichischen Bundesheeres mit Oberstleutnant Michael Blaha. Landeskommandant Oberst Jürgen Völkl zeichnete beim Deutschmeisterfest in der Wandelhalle, ver-diente Mitglieder mit Bronze-, Silber- und Goldmedaillen aus.
Hochmeister Dr. Bruno Platter sagte in seinem Grußwort. Es sei ihm eine ganz besondere Freude hier zu sein. Bei einer Audienz habe der Papst einmal zu ihm gesagt: "Herr Hochmeister, der Deutsche Orden blüht und gedeiht". Dieses Blühen und Gedeihen erstreckt sich auch auf die Freunde, die Traditionsverbände und alle die, die mit diesem Orden in irgend einer Form mitleben. Der Heilige St. Georg, so Hochmeister Platter weiter erinnere immer wieder an wichtige Grundhaltungen christlicher Art, nämlich das Eintreten für Glauben und für Jesus Christus, sowie die soziale Komponente, dem Schutz der Schwachen. So gesehen ist der Deutsch Orden zeitlos, was durch solche Feste immer wieder in Erinnerung gerufen werde. Das zweite vatikanische Konzil habe allen Orden den Auftrag gegeben, sich zu erneuern.
Wenn man heute die Traditionsvereine hoch leben lasse, dann sei es ein Stück Erbe des Ordens. Es bedeutet auch Heimat, es bedeute immer wieder Orientierung, vor allem aber auch Gemeinschaft. In diesem Sinne wünschte er, dass jeder etwas finden könnte, das ihn wichtig sei und ihn helfe, gut voran zu kommen. Die letzte Antriebskraft dazu sei der Glauben. Auch der Landeskommandant des Bundes Historischer Bürger- und Landwehren in Bayern Oberst Jürgen Völkl, sowie die übrigen Grußwortredner würdigten nicht nur das Wirken des Deutschen Ordens und seiner Traditionsvereine, sie unterstrichen auch die perfekte Organisation und die Gastfreundschaft. Das Ende eines Deutschmeisterfestes, bildete der Deutschmeister-Regiments-Marsch. Am Sonntag fand die St.-Georgs-Messe im Münster statt. Nach dem Mittagessen führte der Festzug der Historischen Gruppen zum Schießwasen bei St. Wolfgang und durch die Stadt zurück zum Äußeren Schlosshof, wo das große Defilee stattfand.

Die Geehrten Mitglieder der Deutschordens Compagnie zu Bad Mergentheim (rechts) mit (von links) Stadthauptmann Andreas Lehr, Oberstleutnant Michael Blaha (Wien Österreich) Revisor
Hauptmann Helmut Müller (Schwabach), Landeskommandant Oberst Jürgen Völkl und sitzend Adjutant und Presseoffizier Major Hans Härtl (beide Störnstein)





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Bilder: Patricia Balzer und Erika Härtl



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Mit dem Gewehr in die Moritzkirche
Mitglieder des Bundes Historischer Land- und Bürgerwehren marschierten wieder durch die Stadt

Ingolstadt (DK) Sie marschieren immer wieder gern in die Schanz ein. Die Mitglieder von Bürger- und Landwehren aus ganz Bayern, alles geschichtsbewusste Männer und auch einige Frauen, nahmen am Samstagvormittag in ihren historisch korrekten Ausgehuniformen vor dem Münster Aufstellung. Von dort zogen die gut 150 Teilnehmer in Formation zur Moritzkirche, wo der emeritere Bischof Dr. Walter Mixa eine Festmesse zu Ehren der Patrona Bavariae zelebrierte. Verstärkung lieferten die Inglstädter Stadtwache, Trachtengruppen und die Blaskapelle Hitzhofen. Die Musiker schritten voran und gaben schmissig den Takt vor.
Die historischen Vorbilder der Land- und Bürgerwehren sind indes selten vorgerückt, den sie waren in der Regel defensiver Natur: Verteidigungsbündnisse für die Städte wie etwa die könglich-bayerische Bürgerwehr Neustadt/Waldnaab. "Sie hat mehr polizeiliche Aufgaben erfüllt als militärische", erzählte Sebastian Scharnagl. Er stellt einen Unterleutnant der 1806 gegründeten Truppe dar. "Die Uniformen sind extra nach historischen Vorlagen angefertigt", berichtet Andreas Kistenpfennig, der die Tradition der Bürgerwehr aus der Oberpfalz im Rang eines Obergefreiten pflegt. "Drei Originaluniformen sind bei uns im Museum." Auf die Idee, die Geschichte der Bürgerwehr zu erforschen und historisch-spielerisch wieder aufleben zu lassen, sei man 1982 gekommen, als die Neustädter ihr 750. Stadtjubiläum vorbereiteten, erzählt Kistenpfennig und Scharnagl. Heute ist die Truppe 26 Mann stark. "Eine Abordnung kommt jedes Jahr zum Treffen der Bürger- und Landwehren nach Ingolstadt, denn es ist hier immer wieder ein Erlebnis!"
Das findet auch Ernst Kübelböck, Oberleutnant im Landwehrbataillon Grafenau. "Wir sind schon zum fünften Mal dabei, es ist jedes Mal eine schöne Messe mit Bischof dr. Walter Mixa. Es freut uns auch viele Kameraden wiederzutreffen."
Sie alle sind im Bund Historischer Bürger- und Landwehren in Bayern vereint. Landeskommandant Oberst d.Ldw. Jürgen Völkl weist in einem Porträt der Organisation auf den zivilen Charakter dieses Bürgermilitärs hin, denn es übernahm auch die Feuerwache und sicherte die Städte gegen Eindringlinge jeder Art. Bei ihrer Gründung 1807, als das ein Jahr alte Königreich Bayern stark von äußeren Feinden bedroht war, dienten die Bürgerwehren, die dem Innenministerium unterstellt waren, vor allem der Landesverteidigung, 1869 wurden die Einheiten aufgelöst.
Eine andere Traditionslinie verfolgen die Ritter der Ehrenlegion, deren Gesandte aus Schwandorf gekommen sind. Nach der Niederlage des Deutschen Reichs im Ersten Weltkrieg und der Auflösung der bayerischen Armee 1918 rang die Legion um die ehrenvolle Erinnerung an das geschalgene Heer. Dazu stifteten die Ritter etwa eine Kriegerdenkmünze - militärische Identitätsarbeit in einer dürsteren Zeit. Aber die war am strahlenden Samstag, als die Historiendarsteller zur Messe in St. Moritz marschierten, weit weg. Die Ehrenlegionsmitglieder Thorsten Schiener und Josef Hartinger genossen das optisch ansprechende geschichtliche Ambieente. "Die Frabenpracht der Vereine ist wirklich ganz wunderbar!" Nächstes Jahr kommen die Ritter aus der Oberpfalz sicher wieder zum großen Bürgerwehraufmarsch.

Von Christian Silvester





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Festmesse Patrona Bavariae der Bürger und Landwehren in Bayern
Gruppen feiern mit S.E. Bischof Dr. Walter Mixa em. Bischof von Augsburg und S.K.H. Wolfgang Prinz von Bayern

Der Bund Historischer Bürger- und Landwehren in Bayern mit Ihren Landeskommandanten Oberst d.Ldw. Jürgen Völkl hatte zur Festmesse Patrona Bavariae nach Ingolstadt alle Mitgliedsvereine eingeladen. Neben den zahlreich erschienen Gruppen, beteiligten sich auch Abordnungen der Bayerischen Kameradenden- und Soldatenvereinigung (BKV), die Ritterschaft der Deutschen Ehrenlegion, die Stadtwache Ingolstadt und die Marinekameradschaft Ingolstadt. Zelebrant der Fest-Messe war S.E. Dr. Walter Mixa, emeritierter Bischof von Augsburg.

Bei sonnigen Wetter bewegte sich der Festzug vom Liebfrauenmünster zur Moritzkirche. Angeführt wurde dieser farbenprächtige Zug von der Blaskapelle Hitzhofen. Seine Königliche Hoheit Wolfgang Prinz von Bayern, S.E. Bischof Dr. Walter Mixa und die Ehrengäste Dr. Ernst Aichner, Museumsdirektor i.R., MdL a.D. Manfred Dumann, Vorsitzender der Freund des Bay. Armeemuseum und der Präsident der Bayerischen Kameraden- und Soldatenvereinigung Hans Schiener aus Plößberg zogen mit klingendem Spiel zusammen mit den Abordnungen der Mitgliedsvereine aus ganz Bayern, den teilnehmenden Gruppen der Bayerischen Kameradschaft und Soldatenvereinigung und den erstmals teilnehmenden Rittern der Deutschen Ehrenlegion, die Stadtwache Ingolstadt und die Marinekameradschaft Ingolstadt durch die Fußgängerzone in die Moritzkirche. Die sehr würdevolle Festmesse, wurde von der Blaskapelle Hitzhofen feierlich umrahmt. Den Ehrensalut schoss die Historische Bayerische Schützen Compagnie der Stadt Waldmünchen. Mit der Kranzniederlegung durch S.K.H. Wolfgang Prinz von Bayern aus München, den Landeskommandanten der Bayerischen Bürger- und Landwehren in Bayern Oberst d.Ldw. Jürgen Völkl aus Störnstein und den Präsidenten der Bayerischen Kameraden und Soldatenvereinigung Präsident Hans Schiener aus Plößberg gedachten die Teilnehmer den verstorbenen Kameraden und Angehörigen. Die Ehrenwache und die Kranzträger wurden von der Historisch Königlich Bayeri-schen Bürgerwehr Neustadt a.d. Waldnaab gestellt. Zum Schluss der Feierlichkeiten Erklang die Bayernhymne und die Nationalhymne. Nach dem Gottesdienst begaben sich alle Teilnehmer ins Hotel, Gasthof "Zum Anker" zum gemeinsamen Mittagessen. S.K.H. Wolfgang Prinz von Bayern dankte in seiner Ansprache allen Teilnehmern für die große Teilnahme. Sein besonderer Dank galt dem emeritierten Bischof Dr. Walter Mixa für den würdevollen Festgottesdienst. Landeskommandant Oberst Jürgen Völkl bedankte sich bei den teilegenommenen Gruppen und den Mitorganisationen der Veranstaltung Herrn Museumsdirektor a.D. Dr. Aichner und den MdL a.D. Dr. Manfred Dumann, Vorsitzender der Freunde des Bayerischen Armeemuseums. Sein ganz be-sonderer Dank galt dem emeritierten Bischof Dr. Walter Mixa für die ergreifende Predigt zu Patrona Bavariae sowie für den würdevollen Festgottesdienst.

Landeskommandant Oberst d.Ldw. Jürgen Völkl Bischof Dr. Walter Mixa, emeritierter Bischof von Augsburg, S.K.H. Wolfgang Prinz von Bayern, der Präsident der Bayerischen Kameradenden-
und Soldatenvereinigung (BKV) Hans Schiener und MdL a.D. Dr. Manfred Dumann, Vorsitzender der Freunde des Bayerischen Armeemuseums im Festzug zur Sankt Moritzkirche.





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Bilder: Bayern Franz und Erika Härtl



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Wehren folgen Völkls Kommando
Feierliche Fahnenübergabe an das 9. Bay. Linieninfantrie-Regiment Isenburg - Neuwahlen

"Habr acht! Die Augen rechts!" Zackige Kommandos schallten bei der Kommandantentagung im mittelfränkischen Adelsdorf über den Marktplatz. die Bürger- und Landwehren aus ganz Bayern folgen den Befehlen eines Oberpfälzers. Bei der Kommandantentagung des Bundes Historischer Bürger- und Landwehren in Bayern bot sich auf dem Adelsdorfer Marktplatz ein farbenprächtiges Bild. In einem feierlichen Akt wurde die Landesfahne übergeben und bleibt für ein Jahr an der Aisch. Die Neuwahlen sind mit kleinen Veränderungen problemlos verlaufen.

Der Störnsteiner Oberst d. Ldw. Jürgen Völkl bleibt nach der Landestagung in der Aischgrundhalle weitere drei Jahre Landeskommandant des Bundes Historischer Bürger- und Landwehren in Bayern. Nach der Begrüßung durch Hauptmann d.Ldw. Frank Rexin sowie den Grußworten von Bürgermeister Karsten Fischkal und der Geistlichkeit, stellte Major d.Ldw. Bernd Tietze das "9. Königlich bayerischen Linieninfantrie-Regiments Isenburg vor. Anschließend marschierten die Bürger- und Landwehren im farbenprächtigen Zug zum Marktplatz.
Eine Zeremonie mit Symbolik war die Übergabe der Landesfahne. Aus Königsberg in Franken, wo sie das letzte Jahr zugebracht hatte, wechselte die Fahne an das Adelsdorfer 9. Hist. Linien-Infantrie-Regiment Isenburg. Zweiter Vorsitzender Oberleutnant d.Ldw. Hans Marr, der sie entgegen nahm, versprach die Landesfahne des Bundes Historischer Bürger- und Landwehren in Bayern in Treue und Ehren zu halten und mit Stolz tragen wird.
Landeskommandant Oberst d.Ldw. Jürgen Völkl zeichnete auf dem Marktplatz den Bürgermeister der Gemeinde Adelsdorf Karsten Fischkal mit der Silbernen Verdienstmedaille des Bundes Historischer Bürger- und Landwehren in Bayern aus. Mit der besonderen Auszeichnung, dem Verdienstkreuz am Bande wurden Ehrenmajor d.Ldw. Hans-Georg Böhm von der Historischen Deutschordens- Compagnie aus Böhm aus Bad-Mergentheim sowie Major d.Ldw. Bernd Tietze vom 9. Bayerischen Linien-Infantrie-Regiment Isenburg (Adelsdorf) ausgezeichnet. Desweiteren zeichnete der Landeskommandant Oberst d.Ldw. Jürgen Völkl mit den Kommandanten des 9. Königlich Bayerischen Linien-Infanterie-Regiemnts Isenburg Hauptmann d.Ldw. Frank Rexin, Mitglieder des 9. Königlich Bayerischen Linien-Infanterie-Regiemnts Isenburg mit Verdienstmedaillen in unterschiedlicher Kategorien (Bronze, Siler und Gold)aus. Ehrungen erhielten Sebastian und Leopold Junghans, Josef Alberth, Hans Marr, Claudia Heidenreich, Dagmar Dittrich, Yvonne Windischmann, Marco Schneider, Franz Schuster und Frank Rexin.
Landeskommandant Oberst d.Ldw. Jürgen Völkl schritt mit Bürgermeister Karsten Fischkal aus Adelsdorf, dem Präsidenten der Bayerischen Kameraden- und Soldatenvereinigung (BKV) Hans Schiener aus Plößberg und den stellv. Präsidenten des Bayerischen Soldatenbunds 1874, Wolfgang Niebling die Parade ab.

Am Nachmittag fand in der Aischgrundhalle die Kommandantentagung mit Neuwahlen statt. Im Bericht des Landeskommandos wies Völkl auf die weit über 30 Einsätze in Bayern, Deutschland, Östereich, Frankreich und Italien hin. Für den erkrankten Cassa-Inspektor, Gefreiten d.Ldw. Jürgen Hecht aus Neustadt a.d. Waldnaab, trug Revisor Hauptmann d.Ldw. Helmut Müller aus Schwabach den Kassenbericht vor. Über das Landesschießen in Ützing berichtete der Landesschießübungsinspektor Unterleutnant Udo Leikeim aus Kronach. An die ersten zehn Platzierten jeder Disziplin wurden Urkunden verteilt. Die Schützenscheibe ging an Herbert Brochloß von der Bürgerwehr 1848 Königsberg / Franken.
Die Neuwahlen gingen zügig über die Bühne. Landeskommandant Oberst d.Ldw. Jürgen Völkl wurde ebenso im Amt bestätigt wie die Stellvertreter Major d.Ldw. Josef Maier von der Kgl. Bay. Schützen-Compagnie Waldmünchen und Ehrenmajor d.Ldw. Karl Zeller von der Hist. Deutschorden Compagnie Bad Mertgendheim. Presseoffizier bleibt Major d.Ldw. Hans Härtl aus Störnstein, Aktuar Hauptmann d.Ldw. Andreas Lüneburg (Würzburg), Schießübungsinspektor Unterleutnant d.Ldw. Udo Leikeim 9. Hist. Linien-Infantrie-Regiment Isenburg und Revisoren sind weiterhin Ehrenmajor d.Ldw. Herbert Zilker von der Kgl. Bay. Schützen Compagnie Waldmünchen und Hauptmann d.Ldw. Helmut Müller von der Hist. Kgl. Bay. Bürgerwehr-Schützen-Compagnie der Stadt Schwabach. Die beiden Neustädter Landesadjutant Hauptmann d.Ldw. Ulrich Konz und der Cassa-Inspektor Gefreiter d.Ldw. Jürgen Hecht, hatten sich nicht mehr zur Wahl gestellt. Für den Landesadjutanten wurde in Doppelfunktion einstimmig Major d.Ldw. Hans Härtl von der Hist. Hochfürstlich Lobkowitzischen Grenadier Garde der Gefürsteten Grafschaft Sternstein gewählt. Das Amt des Cassa-Inspektors übernahm Leutnant d.Ldw. Alfred Austel von der Bürgerwehr 1848 Königsberg / Franken.

Die Kommandantentagung 2017 wird am Samstag, den 01. April 2017 von Kurbairisches Dragonerregiment Johann Wolf in Mömlingen und die Kommandantentagung 2018 am Samstag, den 07. April 2018 von der Hist. Kgl. Bay. Bürgerwehr in Neustadt a.d. Waldnaab ausgerichtet.

Landeskommandant Oberst d.Ldw. Jürgen Völkl (Mitte) schritt mit dem BKV-Präsidenten Hans Schiener, dem stellv. Präsidenten des BSB Wolfgang Liebling, Bürgermeister Karsten Fischkal
und den stellvertreten Landeskommandanten Major d.Ldw. Josef Maier die Front ab.





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Bilder: Erika Härtl



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Zeitungsbericht in der Bad Mergentheimer Tageszeitung am 28.04.2014




Zeitungsbericht in der Bad Mergentheimer Tageszeitung am 28.04.2014






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Zeitungsbericht in Der Neue Tag vom 24.03.2014

Bürgerwehren angetreten:
Neustädter Truppe
übernimmt für ein Jahr Fahne des Landesverbandes

Neustädter Bürgerwehr blickt stolz auf Anfänge zurück - Mitgliederversammlung in der Stadthalle



Neustadt/WN. (bgm) "Bürger- und Landwehren habt acht - Zur Meldung an den Landeskommandanten Augen rechts" - solche Kommandos schallten am Samstagvormittag über den Stadtplatz. Bürger- und Landwehren aus ganz Bayern hatten im Karree um den Brunnen Formation bezogen, um den Höhepunkt im Jahresverlauf des Bundes historischer Bürger- und Landwehren in Bayern zu vollziehen: die offizielle Übergabe der Fahne des Landesverbandes an eine Mitgliedswehr. Heuer hat die Königlich Bayerische Bürgerwehr Neustadt die Ehre, den Landesverband bei besonderen Anlässen in ganz Bayern oder im angrenzenden Ausland zu vertreten. Zur Übergabe traten die Fahnenkommandos der Bürgerwehr Artillerie Wolkersdorf (links) bei Schwabach, die im Vorjahr die Landesfahne verwahrt hatte, und das Fahnenkommando der Neustädter einander gegenüber. Fähnrich Martin Nagler nahm die Fahne mit den Worten "Ich übernehme die Landesfahne und werde Sie mit Stolz tragen" entgegen. Unter dem Kommando von Stadthauptmann Erwin Schober bezogen die Neustädter Füsiliere anschließend Formation in zwei Reihen zum Salutschuss. Wie ein gewaltiger Donnerschlag dröhnte der Knall aus sieben Gewehren über den Stadtplatz. Kaum war dieser verhallt, legte die zweite Reihe an, um die mit Schwarzpulver gestopften Flinten abzufeuern. Zum Abschluss des Festakts intonierte die Stadtkapelle unter Leitung von Dirigent Karl Wildenauer das Bayernlied und zog anschließend an der Spitze des langen Zugs aus bunten Uniformen und Ehrengästen zurück zur Stadthalle zum Mittagessen und zur Kommandantentagung. Bild bgm




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Zeitungsbericht in Der Neue Tag vom 24.03.2014

Fesche Heimatbotschafter
Neustädter Bürgerwehr blickt stolz auf Anfänge zurück - Mitgliederversammlung in der Stadthalle




Neustadt/WN. (bgm) "Was bereits in früherer Zeit den Grundstein für edle Gesinnung, Kameradschaft und Hilfsbereitschaft bildete, das sollte vor nunmehr 32 Jahren wieder neu belebt werden. Angeblich wurden die damals schönsten Männer der Stadt gesucht und auch gefunden." Mit einem Augenzwinkern blickte Vorsitzender Sebastian Scharnagl auf die Anfänge der Historischen königlich-bayerischen Bürgerwehr Neustadt/WN zurück.

1981 gründete Ludwig Fritsch mit einigen Faschingsmatadoren den "Verein Neustädter Faschingszug e. V." Für die 750-Jahr-Feier der Kreisstadt sollte jeder Verein einen Beitrag leisten - auch der noch junge Faschingsverein. Der traditionsbewusste heutige Stadt-Ehrenhauptmann Fritsch wusste noch von den Feierlichkeiten des Heimatfestes 1923.

Schon damals war eine Bürgerwehr aufgetreten, die es als feste und mit öffentlichen Aufgaben betraute Einrichtung bis Ende des 19. Jahrhunderts in Neustadt gab. Ab 1807 unterstand sie dem Oberbefehl des Königs, und aus dieser Zeit rühren auch die fesche Uniform und natürlich der schwarze Tschako, die charakteristische, schwarze Kopfbedeckung mit Augenschirm und Federbusch.

Einst sei die Bürgerwehr zum Ordnungsdienst, zur Verteidigung der Stadttore und Mauern sowie zum allgemeinen Schutz der Bevölkerung eingesetzt worden. "Sie war also nie in militärische Auseinandersetzungen verwickelt", betonte Scharnagl. Heute versteht sich die Truppe selbst als Heimatbotschafter und pflegt den regen Austausch mit befreundeten Wehren in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Österreich und Südtirol. Bei vielen Festen in der Kreisstadt sind die Einlagen der Königlich Bayerischen bereits fester Bestandteil, etwa bei der Eröffnung des Bürgerfestes oder beim Maibaumaufstellen.

Aufgaben, die auch Bezirkstagspräsident Franz Löffler zu schätzen weiß: "Sie verkörpern ein gewaltiges Stück unserer Heimat", lobte der Kommunalpolitiker. Auch Bürgermeister Rupert Troppmann dankte für die Werbung für die Stadt. Und der künftige Landrat Andreas Meier, der die Bürgerwehr als Aushängeschild für Neustadt bezeichnete, nutzte sein Grußwort, um sich für den Aufmarsch der Bürgerwehr am Wahlsonntag zu bedanken: "Das war eine große Ehre. Das hat mich sehr gefreut." Für die musikalische Umrahmung der Mitgliederversammlung in der Stadthalle sorgte die Stadtkapelle mit Dirigent Karl Wildenauer.




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Kommandositzung der Bürger- und Landwehren in Bayern
Umfangreiche Tagesordnung abgearbeitet, Kommandantentagung in Neustadt/WN vorbesprochen

Das Landeskommando des Bundes Historischer Bürger- und Landwehren in Bayern mit Landeskommandant Oberst d.Ldw. Jürgen Völkl, Störnstein (hinten vierter von links), (von links) Schießinspektor Utln. D.Ldw. Udo Leikeim aus Kronach, Revisor Hptm. d.Ldw. Helmut Müller aus Schwabach, Revisor Hptm. d.Ldw. Herbert Zilker aus Waldmünchen, Presseoffizier Major d.Ldw. Hans Härtl aus Störnstein (vorne Bildmitte), Stellv. Lds.-Kdt. Major d.Ldw. Josef Maier aus Waldmünchen, Aktuar Hptm. D.Ldw. Andreas Lüneburg aus Krumbach, Adjutant Leuntant d.Ldw. Uli Konz aus Neustadt/WN sowie stellv. Lds.-Kdt. Ehrenmajor d.Ldw. Karl Zeller aus Bad Mergentheim


Störnstein / Neustadt (spz) Das Landeskommando des Bundes Historischer Bürger- und Landwehren in Bayern traf sich zur ersten Kommandositzung 2014 im Rathaus der Gemeinde Störnstein. Neben der Vorbesprechung der Kommandantentagung am 22. März 2014 in Neustadt / WN wurden auch eine umfangreiche Tagesordnung abgearbeitet. Mit dem gemeinsamen Mittagessen endete die Tagung.

Zum Beginn der Tagung wünschte der Bürgermeister der Gemeinde Störnstein dem Kommandomitgliedern einen angenehmen Aufenthalt in der Gemeinde Störnstein und der Veranstaltung einen guten Verlauf. Nach der Begrüßung und dem Totengedenken wurde die Kommandantentagung am 22. März 2014 mit dem Stadthauptmann, Major d.Ldw. Erwin Schober und den ersten Vorsitzenden Unterleutnant d.Ldw. Sebastian Scharnagl von der Hist. Kgl. Bay. Bürgerwehr Neustadt a.d. Waldnaab durchgesprochen und festgelegt.

Die umfangreiche Tagesordnung wurde unter der Leitung von Landeskommandant Oberst d.Ldw. Jürgen Völkl und dem Kommando zügig abgearbeitet. Am Ende der Tagung dankte der Landeskommandant Oberst d.Ldw. Jürgen Völkl, dem Bürgermeister Boris Damzog für die Zurverfügungstellung der Räumlichkeiten im Rathaus und beim Kommando für die konstruktive Zusammenarbeit zum Wohle des Bundes Historischer Bürger- und Landwehren in Bayern.

Die Frau des Landeskommandanten Oberst d.Ldw. Jürgen Völkl, Ulrike Völkl und die Frau des Presseoffizier Major d.Ldw. Hans Härtl, Erika Härtl besuchten mit den mitgereisten Damen der Landeskommandomitglieder die Fußgängerzone der Stadt Weiden.

Mit einem gemeinsamen im Landgasthof Gigl ging die erste Kommandositzung des Jahres 2014.




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Zeitungsbericht in der Chamer Zeitung am 02.10.2013






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Zeitungsbericht im Schwabacher Tagblatt vom 25.03.2013

Farbenfrohes Spektakel in Schwabach
Landeskommandantentagung des Verbandes der Historischen Bürger- und Landwehren

Das abschließende Gruppenfoto im Hof des Alten DG. Ganz links die Bürgerwehr-Artillerie Wolkersdorf, ganz rechts die Miltenberger mit den Uniformen aus dem Dreißigjährigen Krieg.


SCHWABACH - Ein besonderes und seltenes Erlebnis für alle Freunde historischer Uniformen und anderen historisch Interessierten gab es am Samstag in Schwabach zu bestaunen: Zur Landeskommandantentagung des Landesverbandes der Historischen Bürger- und Landwehren waren Abordnungen von rund 25 örtlichen Verbänden aus ganz Bayern in die Goldschlägerstadt gekommen.

Nach einem Empfang im Bürgerhaus gab es einen Festzug mit Marschmusik zum Marktplatz, dann Aufstellung im Carrée, Abschreiten der Ehrenformation durch den Schirmherrn, Wolfgang Prinz von Bayern, Ehrungen, Übergabe der Landesfahne und Salutschüsse vor dem Rathaus, anschließend einen weiteren Festzug mit Blasmusik zum Alten DG, wo nach einer abschließenden Aufstellung der interne, nichtöffentliche Teil der Kommandantentagung stattfand. Da in Schwabach nicht gerade jeden Tag eine historische Militärparade stattfindet, kamen mehrere hundert Neugierige auf den Marktplatz.
Neben den relativ häufigen Königlich Bayerischen Uniformen, die grundsätzlich in Dunkelblau gehalten sind, waren auch zahlreiche andersfarbige Uniformen zu bewundern, die die Zugehörigkeit der jeweiligen Truppe zu anderen Herrschaften anzeigen - etwa den Fürstbischof von Bamberg oder den Deutschen Orden. Diese tragen auch Weiß mit Türkis-Gelb oder Weiß-Blau mit schwarzem Dreispitz. Kenner erkennen an den Farben der Uniform-Beschläge, Revers und Helmbüsche ferner den Waffentypus - bei den Bayern etwa Grün für Schützen und Rot für Artillerie.

Wie im Dreißigjährigen Krieg
Recht auffällig ist die Uniform der "Hochfürstlich Lobkowitzischen Grenadier Garde der Gefürsteten Grafschaft Sternstein" aus Neustadt/Waldnaab - in Braun-Rot, nebst hoher, schmaler Granadiersmütze. Der böhmische Fürst Lobkowitz benötigte einst, um einen Sitz im Reichstag zu erhalten, eine Besitzung im Reich - und das war das kleine Sternstein. Zu deren Sicherung gab es diese Grenadiergarde.
Die jüngsten Mitglieder im Landesverband haben gleichzeitig die ältesten Vorbilder für ihre Uniformen: Das "Kurbayerische Dragonerregiment Johann Wolf" aus Miltenberg bezieht sich auf eine historische Truppe aus dem Dreißigjährigen Krieg. Daher erinnern die Uniformen mit knielangen Pluderhosen, breitkrempigen Hüten, Umhängen und großen Federbüschen sowie teilweise gewagten Barttrachten optisch ein wenig an Dartagnan und die Drei Musketiere. Die Miltenberger sind erst kürzlich dem Landesverband beigetreten.

Die zahlenmäßig größte Truppe stellten natürlich die gastgebenden Schwabacher, nämlich die Historische Königlich Bayerische Bürgerwehr-Artillerie Wolkersdorf unter dem Kommando von Hauptmann Helmut Müller. Wie mehrere Festredner durchblicken ließen, ist es vor allem Müllers unermüdlichen Engagement zu verdanken, dass diese Landeskommandanten-Tagung nach vielen Jahren einmal wieder in Schwabach stattfand.

1977 von Gerd Lehner gegründet
Mit dieser Tagung kam der Verband sozusagen temporär "heim", da der Landesverband 1977 vom verstorbenen Kommandanten der Historisch Königlich Bayerischen Bürgerwehr-Schützen-Compagnie Schwabach (heute unter dem Kommando von Hubert Weber), Oberst Gerd Lehner, gegründet wurde. Auf diesen Umstand wies unter anderem der heutige Landeskommandant, Oberst Jürgen Völkl, hin. Er erklärte weiter, dass die historischen Bürger- und Landwehren in Bayern und Baden-Württemberg einen hohen Stellenwert genössen, in Norddeutschland deutlich weniger.
Alle Festredner unterstrichen und lobten das Engagement der Historischen Landwehren für Gemeinsinn, Geschichtspflege und Geselligkeit. Die Bürger- und Landwehren waren ja die Vorläufer aller öffentlichen Sicherheitsdienste, die es heute als separate Organisationen gibt: Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst.
Oberbürgermeister Matthias Thürauf bedauerte, heute habe die Stadt leider keine eigene Truppe mehr, die für Ruhe und Ordnung sorge. Dabei täte es auch heute einigen "allzu lauten Rotzlöffeln", die bei der Kirchweih über die Stränge schlagen, eventuell ganz gut, wenn Helmut Müller sie einmal tadelnd am Ohr zöge: "Das hätte bestimme eine große Wirkung", so Thürauf. Zusammenhalt und füreinander Einstehen seien die bürgerschaftlichen und konservativen Werte, für die die Bürgerwehren stehen.

Werte mit Leben erfüllen
Auch der Schirmherr des Landesverbandes, Wolfgang Prinz von Bayern, betonte den Sinn der Bürgerwehren, traditionelle Werte zu erhalten und sie mit Leben zu erfüllen. Die Tendenz zum Individualismus, zur Vereinsamung der Menschen, zum Egoismus sei nicht gut. Bundestagsabgeordneter Michael Frieser unterstrich, selten habe er sich so behütet gefühlt wie heute. Wenn man sich in eine historische Idee verliebe, sie zum Hobby mache, dem Allgemeinwohl diene und damit auch die eigene Familie einbinden könne - das sei der "Kitt der Gesellschaft", so Frieser.
Der Fraktionsvize der Landtags-CSU, Karl Freller, sagte, die Geschichte der Bürger- und Landwehren sei eine Geschichte von Mut und Zivilcourage, die Stadt und die Schwachen zu schützen, genau hinzuschauen und einzugreifen, wenn nötig. Heute häufe sich die sinnlose Gewalt auf U-Bahnhöfen und Straßen, und manche würden totgeschlagen, wenn sie versuchten, Kindern zu helfen. Der katholische Stadtpfarrer, Domkapitular Alois Ehrl, stellte fest, in der Zeit des Individualismus fragten zu viele, was die Gemeinschaft für sie tun könne. Das Ziel müsse aber lauten, umgekehrt zu fragen, was der Einzelne für Stadt, Land und Gesellschaft tun könne. Wenn die Menschen im Sinn Aller handelten, sei das ganz sicher im Sinn Gottes.

Bericht und Fotos von Wolfram Göll





Aufstellung zum Abmarsch: Kommandant Helmut Müller (Mitte) und seine Bürgerwehr-Artillerie Wolkersdorf (Vordergrund).
Im Hintergrund die im Carrée angetretenen Bürger- und Landwehren aus ganz Bayern.


Ganz schön strecken musste sich Schirmherr Wolfgang Prinz von Bayern, als er OB Matthias Thürauf eine Ehrenmedaille ansteckte.
In braun-roter Uniform der Landeskommandant des Landesverbandes der Historischen Bürger- und Landwehren, Jürgen Völkl.






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Landesschießen des Bundes Hist. Bürger- und Landwehren in Bayern
Wanderpokal von Wolfgang Prinz von Bayern geht an Schützencompagnie Waldmünchen

Das Landesschießen des Bundes Historischer Bürger- und Landwehren wurde auf der Schießanlage der Schützen Compagnie "Alte Büchs´n" Waldmünchen in Hocha/Waldmünchen mit erfreulich guter Beteiligung durchgeführt. Den Wanderpokal, gestiftet von Seiner Königlichen Hoheit Wolfgang Prinz von Bayern aus dem Hause Wittelsbach sicherte sich die Familie Heiland von der Schützen Compagnie "Alte Büchs´n" Waldmünchen. Landesschützenkönig der Bayerischen Bürger- und Landwehren wurde Grenadier Peter Gollwitzer aus Störnstein vom der Historisch Hochfürstlich Lobkowitzischen Grenadier Garde der Gefürsteten Grafschaft Sternstein. Bester Einzelschütze auf Pokal war Albert Kraus von der Schützencompagnie "Alte Büchsen" Waldmünchen.

Kommandant Major Sepp Maier von der Schützencompagnie Waldmünchen zeigte sich über die zahlreiche Beteiligung vom Landesverband erfreut. Dieses Landesschießen wurde heuer zum dritten Mal ausgetragen und befindet sich noch im Aufbau. Der Dank von Kommandant Major d.Ldw. Josef Maier galt dem Landeskommando der Bürger- und Landwehren in Bayern, mit dem Landeskommandanten, Oberst d.Ldw. Jürgen Völkl, dafür, dass sie das Schießen heuer nach Waldmünchen gegeben zu haben.
Ultn. d.Ldw. Udo Leikeim vom Landesverband hatte als Schießinspektor die Leitung des Schießwettbewerbs, unterstützt wurde er dabei von den Mitgliedern der Schützencompagnie Waldmünchen. Der Kommandant von der Schützencompagnie Waldmünchen Major d.Ldw. Josef Maier dankte auch allen Helfern und den Frauen, die im Schützenheim für die Bewirtung der Teilnehmer gesorgt haben. Zum Schluss gratulierte er allen zu ihren schießsportlichen Erfolgen.
Die Siegerehrung wurde dann von Ultn. d.Ldw.Udo Leikeim durchgeführt. Im Einzelschießen auf Pokale war Albert Kraus von der Schützencompagnie Erster; 2. Udo Leikeim aus Kronach und 3. Sabine Heiland von der Schützen Compagnie "Alte Büchs´n" Waldmünchen. Sie erhielten die vom Landesverband gestifteten Pokale.
Als Landesschützenkönig wurde Peter Gollwitzer von der Historisch Hochfürstlich Lobkowitzische Grenadier Garde der Gefürsteten Grafschaft Sternstein gekürt. Martin Nagler aus Neustadt a.d. Waldnaab wurde 1. Ritter, Günter Czastitz aus Waldmünchen, 2. Ritter.
Den Wanderpokal im Mannschaftsschießen, gestiftet von S.K.H. Wolfgang Prinz von Bayern, aus dem Hause Wittelsbach, sicherte sich die Familie Heiland (Sabine, Herbert und Michael) Schützen Compagnie "Alte Büchs´n" Waldmünchen II, 2. wurde die Mannschaft der Königlich Bayerischen Bürgerwehr Neustadt a.d. Waldnaab und 3. wurde die Schützen Compagnie "Alte Büchs´n" Waldmünchen I.

Landeskommandant Oberst d.Ldw. Jürgen Völkl dankte für die sehr gute Aufnahme der Teilnehmer und Durchführung des Landesschießens. Schießübungsinspektor Ultn. d.Ldw. Udo Leikeim vom Landeskommando habe das Schießen hervorragend organisiert und durchgeführt. Ohne die Mithilfe der Schützencompagnie und ihrer Mitglieder hätte die Durchführung des Schießens nicht reibungslos verlaufen können. Er gratulierte allen Schützen, ob als Pokalgewinner oder König und hoffte, dass sich auch nächstes Jahr wieder viele an diesem Wettbewerb beteiligen werden. Sein besonderer Dank galt noch den Frauen im Schützenheim, die für die Bewirtung gesorgt haben.
Ein gemütliches Beisammensein schloss sich an. Dass auch der Spaß nicht zu kurz kam, wurde an Martin Nagler von der Bürgerwehr Neustadt a.d. Waldnaab ein Stück Beton vom Kugelfang und ein Säckchen Zement übergeben - mit hintersinnigen Anspielungen.

(vierter von rechts) Landesschützenkönig Grenadier Peter Gollwitzer, von der Historisch Hochfürstlich Lobkowitzischen Grenadier Garde der Gefürsteten Grafschaft Sternstein. Mit im Bild (von links) Landeskommandant Oberst d.Ldw. Jürgen Völkl, Presseoffizier Major d.Ldw. Hans Härtl (beide Störnstein), Kommandomitglied Major d.Ldw. Erwin Schober (Neustadt), 2. Ritter Günter Czastitz (Waldmünchen), Landesschützenkönig Grenadier Peter Gollwitzer (Störnstein), Kommandant Major d.Ldw. Josef Maier (Waldmünchen), 1 Ritter Sergeant d.Ldw. Martin Nagler (Neustadt) und Schießübungsinspektor Ultn. d.Ldw. Udo Leikeim (Kronach).





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Bilder: Angelika Riedl / Alois Fischer


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